Weihnachten wie daheim?

Weihnachten, eine Wunderkerze lang …
… oder wie mein Weihnachten entstand …

Mir kommt es manchmal so vor, als ob Weihnachten irgendwie aus der Mode gekommen ist. Weihnachten ist bestenfalls etwas für Kinder und selbst denen geht es doch nur noch um Geschenke. Wo leuchten denn noch Kinderaugen, wo duftets denn noch nach Keksen  und Tannennadeln an warmen Öfen im Wohnzimmer? Wer denkt dabei noch an die Geburt des Jesukindes?

Also ehrlich, Schluss mit der Madigmacherei und den vielen erhobenen Zeigefingern … ich lass es mir nicht mehr vermiesen!

Ich habe keine wunderprächtig, schönen Erinnerungen an das  Weihnachten, als ich noch ein Kind war. Meine Familie war da etwas zerrissen bei diesem Thema. Mein Vater ein überzeugter Atheist, meine Mutter eine nicht minder überzeugte Zeugin Jehovas, meine grosse Schwester arbeitete bei der katholischen Erzdiözese, meine mittlere Schwester hatte ihren Platz noch nicht gefunden.

Und dennoch: aus irgendeinem Grund habe ich mich trotzdem jedes Jahr darauf gefreut. Ich konnte nicht erwarten, dass es dunkel wird, dass wir alle gemeinsam, den gebackenen Fisch mit Kartoffelsalat essen, dass die Kerzen brennen, dass es tatsächlich nach Fichtennadeln duftet und  wir alle  vor dem geschmückten Baum stehen. Und der Plattenspieler spielt Stille Nacht und wir singen dazu – manche von uns – während mir ein Tränchen die warme Wange runterläuft.

Eine Wunderkerze lang

Es war so schön, für ein paar Minuten  dieses stille Gemeinsame, dieses selbstverständliche Miteinander, dieses Alle-zusammen-und-Familie-Sein zu spüren – eine Wunderkerze lang … das ist lange her.

Als ich erwachsen wurde habe ich einige Phasen in Bezug auf Weihnachten durchlebt. „Weihnachten ist Sünde“, gab es eine Stimme in mir. Eine andere erzählte mir, dass das alles eh keiner braucht und nur Geldmacherei ist. Die nächste wollte Weihnachten einfach abschaffen, um gar nicht mehr dran denken zu müssen.

Mein Weihnachten

Und eine kleine, zarte Stimme freute sich immer noch auf dieses Gefühl, das schon damals eine Wunderkerze lang in ihrem Herzen ein kleines Tränchen auf die Reise geschickt hat.

Und in genau dieser kleinen, zarten Stimme mit dem Tränchen habe ich vor vielen Jahren mein Weihnachten gefunden und freue mich seither jedes Jahr darauf. Ich tue mein Bestes, mir Jahr für Jahr ein Weihnachten zu schenken, das ich mir als Kind so sehr gewünscht habe. Und dass das möglich ist, rührt das kleine, zarte Stimmchen in mir ebenso, wie mich als erwachsene Frau.

Wundert Euch also nicht, wenn bei diesem Thema bei mir schonmal die Tränchen kullern. Mein inneres Kind und ich sind uns da sehr einig geworden 🙂

Ich hoffe, Ihr habt alle Euer Weihnachten gefunden, so dass Ihr Euch wohl fühlt in der einen oder anderen Phase. Alleine, zu zweit, mit der ganzen Familie, mit Festtagsbraten und Knödel oder Würstel mit Kartoffelsalat. Mit Bier, Wein, Apfelsaft oder Wasser. Mit oder ohne Geschenke.

Bei uns gibt es am 24. Dezember Pizza-Raclette, mit Familie und Musik und vielleicht sing ich auch … wer weiss …

Weihnachten daham (daheim)

Ich wünsche Euch schon jetzt: Weihnachten daham!
Wie und wo daham auch immer ist …

Mit einem meiner liebsten Weihnachtslieder:

Bis bald!
Deine Franziska Müller


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