Die Welt verbessern?

Was ist mein Beitrag?

Mit jedem meiner Klientinnen und Klienten lerne ich dazu, gewinne neue Eindrücke auf das Leben, in uns Menschen, in Beziehungen und lasse mich auf die eine oder andere Weise anstecken und beeinflussen. In dieser Woche hatte ich unter anderem zwei sehr inspirierende Gespräche. In den Sitzungen waren zwei Männer – ganz unabhängig voneinander – für sich selbst  auf der Suche nach ihrem Beitrag zur „Rettung der Welt“.

Ich fand ihre Reflektiertheit sehr mutig und war angetan davon, dass sie ihre Gedanken ohne Scheu ganz vertrauensvoll mit mir teilten.

Sind wir noch zu retten?

Müll trennen? Nachbarschaftshilfe? Fleisch nur vom bekannten Biobauern? Verzicht auf Smartphones? Lebensraum für Bienen schaffen? Wertschätzenderes Miteinander? Wie genau kann das aussehen, die Welt zu retten? Und:  Macht es überhaupt Sinn, einen so kleinen Beitrag zu leisten? Denn: Wie gross kann der Beitrag eines Einzelnen schon sein, wenn das grosse Ganze doch davon unberührt bleibt.

Diese Gespräche haben mich wirklich beeindruckt und mich mit einem Punkt auf meiner ungeschriebenen Wunschliste in Verbindung gebracht, der da lautet: Mach was, um die Welt zu verbessern.

Nun ist mir meine beschränkte Möglichkeit, Einfluss zu nehmen bewusst und ich bin wahrhaftig nicht im Stande, weltweite Veränderungen zu bewirken.

„Hm“, denkt ein Teil von mir, „bist Du nicht?“  🙂

Weiter erzählt er mir dann: „Geh voraus, mach es vor, fang bei Dir selbst an und stecke die anderen damit an. Zeig Dich und fordere andere auf, sich auch zu zeigen. Du kannst das.“

Ich kenne diese Diskussionen zwischen meinem inneren Anteil, der schnell begeistert ist und mir alles zutraut und dem inneren Anteil, der Angst davor hat, sich zu zeigen, zu mutig zu sein, ausgelacht zu werden, zu scheitern und am Ende, sich zu blamieren und sich dafür zu schämen. Mir fällt gerade auf, mit welch unterschiedlicher Intensität ich diese beiden Anteile beschreibe. Du kannst Dir also vorstellen, welcher Anteil meist siegt, wenn mir das Risiko zu hoch ist.

Mit Lust und Mut gegen die Angst zu scheitern

Andererseits möchte ich schon solange etwas derart Mutiges tun. Andere begeistern, motivieren, einladen mitzumachen, ein achtsameres, freundlicheres, offeneres, verantwortungsbewussteres, humorvolleres Miteinander zu gestalten. Darauf habe ich richtig Lust.

Heute, ich glaube gerade jetzt während ich diesen Beitrag schreibe, habe ich einen Entschluss gefasst. Ich finde einen Weg und vielleicht werde ich Dich auf diesem Weg treffen und wir puzzlen gemeinsam, wie in dem Bild oben, an einer geschmeidigeren Welt.

Eins meiner Vorbilder

Eine tolle Frau, der ich vor vielen Jahren begegnet bin und die mich durch ihre Bücher sehr berührt hat, weil sie mir ganz einfach aus der Seele schreibt, ist Brené Brown. Sie ist Professorin an der amerikanischen Universität Houston. Brown untersucht und erforscht Mut, Verletzlichkeit, Empathie, Angst und Scham. Eine Schamforscherin, wie sie sich selbst nennt. Ja, so etwas gibt es tatsächlich.

Und weil ich es passend zu meinen heutigen Gedanken finde, empfehle ich Dir gerne eines ihrer Bücher.

In diesem Buch geht Brené Brown auf Spurensuche in Sachen Perfektionismus. Sie stellt Fragen, wie: Was treibt uns an, immer besser und effektiver werden zu wollen? Warum schämen wir uns so, wenn wir trotz größter Anstrengungen den an uns gestellten Anforderungen nicht gerecht werden?

Es ist ein Buch mit Wegweisern, die helfen können, loszulassen. Sie erzählt berührende Geschichten, die  ermutigen, sich von Mr. oder Mrs. Perfect zu verabschieden und sich selbst öfter mal in den Arm zu nehmen.

Mut ist ansteckend. Immer, wenn Du Dich für Mut entscheidest, wird die Welt um Dich herum ein bisschen besser und unerschrockener.

Brené Brown


Lass uns also miteinander mutig sein. Jeder da, wo es für ihn möglich ist.
Die Welt damit anstecken und geschmeidig unerschrocken machen  🙂
Wäre das nicht wunderbar?

Das wünscht sich und Dir
Franziska Müller

 


 

Möchtest Du keinen Beitrag versäumen?
Dann freue ich mich, wenn Du den BLOG abonnierst 🙂
Herzlichen Dank!


2 Gedanken zu „Die Welt verbessern?

  1. Oh ja, eine Frage, die ich mir auch oft stelle: hat es überhaupt Sinn, Müll zu trennen, Plastik zu vermeiden, Hundehäufchen einzusammeln und und und? Manchmal resigniere ich beinahe und denke mir, das bringt doch alles nichts. Aber meistens bin ich guter Dinge und halte mich an das afrikanische Sprichwort „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ Zusammen verändern wir die Welt!
    LG
    Karin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.